AFRICAN
INDABA
Dr. Rolf D. Baldus
It is a CIC tradition that General Assemblies adopt Resolutions on important international hunting and conservation issues. This year the Tropical Game Commission proposes a Resolution on Zimbabwe. It should send a strong message worldwide that all stakeholders in Zimbabwe and the donor countries should work together in order to save Zimbabwe’s wildlife, which is not only a heritage of mankind, but also an economic resource for the poverty stricken rural population and for the economic recovery of the country. Only recently the Delegation of the European Commission to Zimbabwe had published a document in which it criticises in a rather undiplomatic language the failure of the Zimbabwe Government to conserve the country’s wildlife. The Delegation concludes „that a point of no-return is rapidly approaching“.
A proposal for rebuilding the Wildlife sector of Zimbabwe can be found on the Tropical Game Commission Website. (see under projects at http://cic-sustainable-hunting-worldwide.org).
Dr. Rolf D. Baldus
Die CIC Tropenwildkommission hat der General-versammlung eine Empfehlung zu Simbabwe vorgeschlagen.
Der Hintergrund dieser Resolution wird in einer Erklärung der Europäischen Kommission in Harare deutlich. Angesichts der dramatischen Wilderei und Naturzerstörung in Simbabwe hatte sich die EU Delegation zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen. In einer öffentlichen Erklärung beschreibt die EU Botschaft mit offenen Worten und ohne die übliche diplomatische Zurückhaltung die katastrophale Naturzerstörung und Wilderei im Gefolge der Beschlagnahme der großen Farmen und der so genannten “Landreform”. Die Lage muss dramatisch sein, denn alle Simbabwer werden aufgerufen, sich zusammenzuschließen, um den besorgniserregenden Entwicklungen zu begegnen. Nach dem Politikverständnis des greisen Diktators Mugabe kommt dies schon einem Aufruf zum Widerstand gleich.
Robert Mugabe selbst wird nicht genannt, doch seine Politik wird als Hauptursache für den landwirtschaftlichen und ökonomischen Kollaps des Landes und die damit zusammenhängende unkontrollierte Ausbeutung und Zerstörung der natürlichen Ressourcen des Landes bezeichnet. Da die Menschen verelenden, müssen sie die Natur übernutzen, um zu überleben. Abholzung, Erosion, Wasserknappheit und das Abschlachten der einst reichen Wildbestände des Landes werden zu einer sozialen und Umweltkatastrophe führen, wenn nicht schnellstens etwas geschieht.
Als Beispiel für die in weiten Landesteilen außer Kontrolle geratene Wilderei wird das Spitzmaulnashorn genannt, dessen Bestände in den achtziger und neunziger Jahren anwuchsen, das aber bald ganz ausgerottet sein wird. In den vergangenen 12 Jahren hat man nach Schätzungen von Experten vor Ort zwei Drittel des nationalen Wildbestandes durch Missmanagement und Wilderei verloren. Nur die privaten Hegegemeinschaften („Conservancies“) verzeichnen nach wie vor gute und steigende Zahlen. Dabei sind Simbabwes Wildtiere, die Nationalparks und Jagdgebiete von großer Bedeutung für eine wirtschaftliche Wiederbelebung des Landes. Industrie und Exportwirtschaft sind zerstört und ohne Naturtourismus ist ein Wirtschaftswachstum nicht möglich. Tourismus, Nationalparks und Jagd waren in der Vergangenheit immerhin für 10 % des Volkseinkommens verantwortlich. Die fortbestehende erzwungene Afrikanisierung wird allerdings die notwendigen Investitionen weiter erschweren. “Das Verschwinden der Wildtiere, so wie es derzeit bei den Nashörnern in Simbabwe der Fall ist, wird eine wirtschaftliche Erholung verhindern.”
Von besonderer Bedeutung sind die „Conservancies”, großflächige Zusammenschlüsse von privaten Wildfarmen, die 2 % des ganzen Landes umfassen und durch Tourismus und Jagd immer noch einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag für Einkommen und Beschäftigung in strukturschwachen und besonders armen Gebieten leisten. Die privaten Reservate sind auch die Reservoire für den späteren Wiederaufbau der Wildbestände in den National Parks und in den CAMPFIRE Gebieten, in denen früher die ländliche Bevölkerung von der Trophäenjagd profitierte.
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ZIMBABWE TO STOP DESTRUCTION AND MISMANAGEMENT OF ITS WILDLIFE RECOMMENDATION CICGA57.REC01 RECOGNIZING that Zimbabwe’s management of its wildlife resources was amongst the best and most proactive on the African continent; UNDERSTANDING that during the last decade Zimbabwe lost a larger part of its wildlife due to weak protection, law enforcement, Governance (see also Resolution of the CIC Tropical Game Commission in 2004); NOTING that in Zimbabwe poaching of the both highly endangered black and white rhinos was very high in the last 3 years and that around 200 animals were lost; ACKNOWLEDGING that the Delegation of the European Union in Zimbabwe in November 2009 sounded the alarm that Zimbabwe’s environment is under serious threat and a point of no-return is rapidly approaching. The 57th CIC General Assembly in Dubrovnik, Croatia, 6 - 9 May 2010 CALLS UPON the Zimbabwean Government, in order to return to accountable and globally acceptable management and protection of its wildlife, to use the laws and policies in place to the fullest to protect the country’s wildlife heritage for their country, their people and the global community. PROPOSES immediate conservation action before a social and environmental catastrophe becomes irreversible. ENCOURAGES donors and the private sector to seek cooperation with suitable agencies and institutions and the Government in Zimbabwe in order to strengthen wildlife conservation and revive the wildlife sector, in particular private and communal conservancies and protected areas. |
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Die Regierung versucht jedoch, die letzten privaten Wildschutz- und Jagdgebiete ihren Besitzern wegzunehmen oder den Eigentümern “Partner” aus Mugabes Umgebung aufzuzwingen. Nur ganz wenige Wildfarmen werden nicht angetastet. “Heute werden die Hegegemeinschaften zerstört, so wie es vorher mit den kommerziellen Farmen der Fall war“, stellt die EU dazu fest.
Der Punkt, von dem es keine Wiederkehr mehr gibt, ist bald erreicht“, heißt es im Bericht. “Dringend muss gehandelt werden, um nicht wieder gut zu machenden Schaden zu verhindern. Dies ist nicht nur ein Anliegen von nationaler, sondern von internationaler Bedeutung!” Deshalb wird die Staatengemeinschaft aufgerufen, sich der Umweltproblematik in Simbabwe anzunehmen und mit der simbabwischen Regierung einen sinnvollen Dialog zu beginnen. Dies dürfte allerdings schwierig sein, da die Regierung Mugabes sich bislang jedem Dialog entzogen hat.
Allerdings gibt es Hoffnungen, die verbleibenden „Conservancies“ mit Hilfe der EU und wichtiger Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland und den USA zu stützen. Mit einem runden Tisch will man den angestrebten Dialog zwischen Staat, den private Reservaten und allen Betroffenen auf den Weg bringen. Der „Lowveld Rhino Trust hat bereits Ende November dem Kabinett des Landes ein Arbeitspapier über die wirtschaftlichen Auswirkungen der derzeitigen Nashornwilderei zur Beratung vorgelegt. Simbabwe sei derzeit die Nr. 1 in Afrika was den Verlust an Nashörnern durch kriminelle Aktivitäten angehe, heißt es dort. Und weiter: „Das Fehlen einer Kontrolle über das Wildern von Elefanten und Nashörnern ist von direkter und erheblicher Bedeutung für eine wirtschaftliche Erholung des Landes.“
Ein Vorschlag zum Wiederaufbau der Jagdwesens und der Wildbewirtschaftung in Simbabwe liegt seit Jahren auf dem Tisch. (siehe Projekte bei: http://cic-sustainable-hunting-worldwide.org ) Er könnte helfen, diese Initiative der Europäischen Gemeinschaft zu verwirklichen.
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